Nitza Katz-Bernstein
Prof. Dr. Nitza Katz
Prof. Dr. Anke Lengning
Dr. Amelie Abarca, TU Dortmund
Referat - Prof. Dr. Nitza Katz
Studie mit Kindern unter Armutsbedingungen. Hilfe zur Selbsthilfe. Eine deutsch-ecuadorianische Initiative
In einem abgelegenen Fischerdorf in Ecuador, in dem Kinder unter Armutsbedingungen aufwachsen, ist ein Zentrum zur Förderung und Therapie von (sprach-) entwicklungsverzögerten und behinderten Kindern auf Initiative der TU Dortmund entstanden. In diesem Referat wird ein Forschungsprojekt über die Entwicklung von Kindern unter Armutsbedingungen im Vergleich zu der Entwicklung von Kindern aus mittelständigen Familien in Quito vorgestellt. Diese Studie vermag zunächst den unterschiedlichen Grad an Behinderungen und Entwicklungsstörungen sowie Unterschiede in der mütterlichen Feinfühligkeit in den beiden Untersuchungsgruppen aufzuzeigen. Im zweiten Schritt, in einer Longitudinalstudie, konnten überzeugende Effekte von geleisteten therapeutischen Interventionen ermittelt werden, die auf „Hilfe zur Selbsthilfe“ basieren.
2 x Workshop
Ängstlichkeit und Sprachlosigkeit als Folge psychosozialer und kultureller Risikobedingungen
Kinder, die unter multiplen Risikobedingungen infolge von Armut aufwachsen, zeigen oft Scheu und soziale Ängstlichkeit, die in Sprachlosigkeit (selektiver Mutismus) münden können. Keine therapeutische Intervention kann es sich leisten, die psychosozialen, kulturellen und systemischen Bedingungen unberücksichtigt zu lassen.
Im Rahmen der Workshops wird ein Zentrum zur Förderung und Rehabilitation aus einem abgelegenen ecuadorianischen Fischerdorf vorgestellt, in dem Kinder unter extremen Armutsbedingungen aufwachsen. Viele diese Kinder weisen, laut einer Vergleichsstudie, erhebliche Entwicklungsdefizite auf, die durch sozialen Rückzug und Sprachlosigkeit vermutlich verstärkt werden.
Das Konzept des Zentrums sieht vor, durch Schulung von einheimischen Fachkräften und durch die aktive Mitarbeit der Eltern, Hilfe zur Selbsthilfe anzubieten, um damit die Nachhaltigkeit, die nun über 7 Jahre andauert, zu gewährleisten. Die Intervention bezieht sich gezielt auf das Kommunikationsverhalten der Kinder unter Einbezug und Mitarbeit der Mütter.
In diesem Workshop wird auch allgemein das Vorgehen bei sozialer Ängstlichkeit und bei selektiver Mutismus besprochen, sowie auf Fälle und Fragen der Beteiligten eingegangen.
Supervision
Bereich "Internalisierte Störungen, Mutismus, soziale Phobie bei Kindern"
Weitere Informationen folgen in Kürze - Danke.
Anschrift:
Katz-Bernstein Nitza, Prof. Dr. phil.,
dipl. Logopädin
Im Füchsli 1
CH-8180 Bülach